Projekt Lima - Rotary Club Wil; Clubjahr 14-15

Dienstag, 24. März 2015

Rot. Kurt Blank

Peru gehört zu den Schlusslichtern im lateinamerikanischen PISA-Ranking.  Förderprojekte wollen Abhilfe schaffen. Der Rotary Club Wil engagiert sich in Lima.

Kinder und Jugendliche in dieser Region haben keine Chance im Beruf, wenn nicht jemand ihre Begeisterung für Bildung weckt und ihnen entsprechende Möglichkeiten auch tatsächlich bietet. Kenntnisse im Bereich Informatik sind Voraussetzung eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Der Rotary Club Wil hat sich dieser Frage angenommen und ein Projekt lanciert. Er fördert tatkräftig die Johannes Gutenberg Schule, Teil des Kinderwerks Lima.


Text

Peru gehört zu den Schlusslichtern im lateinamerikanischen PISA-Ranking.  Förderprojekte wollen Abhilfe schaffen. Der Rotary Club Wil engagiert sich in Lima.



Kinder und Jugendliche in dieser Region haben keine Chance im Beruf, wenn nicht jemand ihre Begeisterung für Bildung weckt und ihnen entsprechende Möglichkeiten auch tatsächlich bietet. Kenntnisse im Bereich Informatik sind Voraussetzung eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Der Rotary Club Wil hat sich dieser Frage angenommen und ein Projekt lanciert. Er fördert tatkräftig die Johannes Gutenberg Schule, Teil des Kinderwerks Lima.


Zielsetzung

Wie kann man im bildungsarmen Peru Begeisterung für Bildung wecken?



Der RC Wil unterstützt das Kinderhilfswerk Lima - Johannes Gutenberg Schule - bei der Erneuerung der Informatik-Infrastruktur für die zwei EDV-Klassenzimmer.



Damit wird die oben genannte Institution wesentlich bei der Ausbildung ihrer Schüler zu qualifizierten und am Arbeitsmarkt gefragten Arbeitskräfte unterstützt, so dass sich die Schülern nachhaltig aus dem Teufelskreis der Armut zu befreien vermögen.


Finanziell

Der Rotary Club Wil finanziert das Kinderhilfswerk Lima mit einem Geldbeitrag in der Höhe von

SFr. 32'000.-, wie an der ausserordentlichen Stiftungsratsversammlung vom 30. Juni 2014 beschlossen wurde.



 


Bericht

Sprungbrett aus der Armut



Wie kann man im bildungsarmen Peru Begeisterung für Bildung wecken?



Peru gehört zu den Schlusslichtern im lateinamerikanischen PISA-Ranking. Schlecht bezahlte Lehrer, unzureichende Förderung und kostspielige Aufnahmeprozeduren sind dafür verantwortlich. Förderprojekte wollen Abhilfe schaffen. Der Rotary Club Wil engagiert sich in Lima.



Kinder und Jugendliche in dieser Region haben keine Chance, wenn nicht jemand ihre Begeisterung für Bildung weckt und ihnen entsprechende Möglichkeiten auch tatsächlich bietet. Der Rotary Club Wil hat sich dieser Frage angenommen und ein Projekt lanciert.



Bei den Lehrern an den staatlichen Schulen in Peru kommt das Fördern erst lange nach dem Fordern, wird kritisiert. Dieses Defizit soll verändert werden. Hier setzt die Hilfe des Rotary Clubs Wil an, indem er ein Informatikprojekt bei der Johannes Gutenberg Schule in Lima (Asociación



Cultural Johannes Gutenberg, Teil des Kinderwerks Lima) tatkräftig fördert. Ohne Kenntnisse im Bereich Informatik haben junge Menschen auch in diesen Ländern kaum Chance auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft.



Peru hat rund 29 Millionen Einwohner, ist mit 1‘285‘220 Quadratkilometern mehr als dreimal so groß wie Deutschland und mehr als dreissigmal so gross wie die Schweiz. Grund- und weiterführende Schulen sind in aller Regel staatlich, doch die Konkurrenz der privaten Schulen hat in den letzten Jahren merklich zugenommen. Der Grund ist einfach - die fehlende Qualität bei ersteren. Diese ist vor allem auf dem Land und in den Armutsvierteln der Städte besonders schlecht, so dass der soziale Aufstieg entsprechend schwierig verläuft. Das Problem beginnt schon mit der Einschreibegebühr und den Ausgaben für Schuluniformen, wodurch viele Familien überfordert sind. Rund dreißig Prozent der Bevölkerung gelten als arm und die Quote steigt auf dem Land schnell auf sechzig Prozent. 



Peru -  Würdevoll leben und wohnen in Armenvierteln



In Lima unterstützen verschiedene Organisationen Projekte um den Slumbewohnern die Lebensverhältnisse zu verbessern.



Zehn Mitglieder des Rotary Club Wil mit ihren Partnerinnen und mit fünf Gästen haben im Rahmen einer Reise vom 29. Oktober bis 15. November durch Peru und Bolivien, vorzüglich geplant und geleitet durch Rot. Bruno Colle, eine dieser Organisationen, das Kinderwerk Lima besucht. Dieses will Heranwachsenden in den Slums von Lima/Peru  eine gute Schulbildung ermöglichen. Ganz besonders wird auch auf die Gesundheit der Kinder geachtet. Weil die Schulen nicht als Heime betrieben werden, sondern die Kinder in Behausungen im Elendsgebiet wohnen, soll auch deren richtige Ernährung sichergestellt werden.



Kinderspeisung - Kinder fördern - Armut überwinden



Schätzungen zufolge leben in den Elendsgebieten Limas zwei Millionen Kinder unter 14 Jahren. Neben den Schulkindern versorgt das Kinderwerk deshalb von Montag bis Freitag 4.000 Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren mit einem Frühstück, bestehend aus einem großen Becher, mit Honig und Haferflocken angereicherter Milch und einem Brötchen.



Früh aufstehen hiess es für die Rotary-Gruppe am Donnerstag, 13. November, und gleich tatkräftig mithelfen bei der Speisung der Kinder. Das Frühstück wird zentral zubereitet und an über 100 Ausgabestellen verteilt. Zwölf Angestellte und viele ehrenamtliche Mitarbeiter aus verschiedenen Kirchengemeinden und Gruppen sind hier tätig – und heute auch die Wiler Rotarier Gruppe. Ein großes Anliegen ist es dabei, den Kindern neben der notwendigen körperlichen auch geistige Nahrung und menschliche Wärme zu geben. Besuche bei einzelnen Familien in ihren äusserst einfachen Behausungen folgten. Eindrücke entstanden, welche unvergessen bleiben, Fragen kamen auf, für die nur schwer eine Antwort zu finden ist.



Einweihung des Informatik Labors als Höhepunkt



Um sich von der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Projekts zu überzeugen bot sich am Mittag die Gelegenheit, die neue Informatik Struktur, finanziert durch die Stiftung des RC Wil, feierlich einzuweihen. Umrahmt war die Zeremonie von Ansprachen und Darbietungen der Kinder. Präsident Kurt Blank durchschnitt mit dem Direktor der Johann Gutenberg-Schule, Ing. Martin Bareiss und einer Jugendlichen das rote Band, unter grosser Anteilnahme der Schüler und Lehrpersonen. Eindrücklich für die Wiler Gruppe, mit welcher Dankbarkeit das Geschenk aufgenommen und sofort mit Faszination in Betrieb genommen wurde. Die Begeisterung war spürbar, mit Gefühlen, wie wir sie in unserer Region kaum mehr antreffen.



Dankbarkeit verspürten auch wir selber für die Möglichkeit, über Grenzen, über Kontinente hinweg praktische Solidarität zu leben.



                                                                                             



Rot. Kurt Blank & Rot. Ernst Walser


Partnerclubs

Wil SG

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